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Kochen ist Leben

Sieben Monate harte Arbeit liegen hinter Boris Rommel, nun ist es soweit: Am 9. November erscheint sein erstes Kochbuch „Kochen ist Leben – Zwischen Kunst und Handwerk“ in Zusammenarbeit mit der Heilbronner Stimme. Unsere Redakteurin Katharina Hummert traf den sympathischen Senkrechtstarter an seinem Wirkungsort, in der Küche des Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe.

Katharina Hummert: Lieber Herr Rommel, herzlichen Glückwunsch zum ersten Kochbuch. Was war der Auslöser? Man setzt sich ja nicht hin und sagt „so, jetzt schreibe ich mal ein Buch.“

Boris Rommel: Naja, fast so in der Art war es wirklich. Die Heilbronner Stimme kam auf uns zu und hat die Idee einfach mal in den Raum geworfen. Ich habe kurz überlegt und da kamen mir schon die ersten Rezepte und Ideen in den Kopf. Damit war die Entscheidung eigentlich schon getroffen. Das Konzept hat sich einfach super angehört und mich total überzeugt. Ich wusste zwar, dass damit viel Arbeit auf uns zukommt, aber das war es uns auf jeden Fall wert. Wenn mich etwas begeistert, dann möchte ich es auch am liebsten sofort umsetzen.

KH: Wie entstand der Titel „Kochen ist Leben“?

BR: „Cooking is life. Nothing else matters.“ Dieses Tattoo ziert schon seit Jahren meinen Unterarm. „Kochen ist Leben – das ist alles, was zählt“ ist zu meinem Lebensmotto geworden und hat mich immer motiviert. Insofern war es kein weiter Weg zum Titel „Kochen ist Leben“. Der Untertitel hat sich dann im Laufe des Projektes entwickelt. Die Redakteurin Frau Stefanie Sapara hat uns über Wochen für dieses Buch in der Küche begleitet. Während dieser intensiven Zeit wurde der Untertitel dann auch immer wieder neu definiert. Frau Sapara hat unsere Arbeit natürlich aus einem ganz anderen Blickwinkel beobachtet und das Resumée war für sie „Zwischen Kunst und Handwerk“. Mir war selbst nie bewusst, wie viel in einem Buchtitel steckt. Man beschreibt 200 Seiten quasi in einem Satz.

KH: Wie lange hat es gedauert von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung?

BR: Oh, wir haben fast sieben Monate daran gearbeitet und gefeilt. Wir wussten ja, es wird ein sehr straffes Programm, da natürlich der alltägliche Betrieb weiterläuft. Zuerst haben wir an freien Tagen daran gearbeitet, später auch die freien Stunden wie die Mittagspause dafür genutzt.

Boris Rommel, Küchenchef„Wenn mich etwas begeistert, dann möchte ich es am liebsten sofort umsetzen.“

KH: War das Erarbeiten der Rezepte sehr zeitintensiv? Mussten Sie an Gerichten feilen oder sie vereinfachen, um sie für den „Normalverbraucher am Herd“ überhaupt nachkochbar zu machen?

BR: Ja das war es. Man erwischt sich immer wieder dabei, dass man in den Fachjargon abdriftet oder gewisse Kenntnisse voraussetzt. Schließlich kochen die meisten bereits von uns mehr als ihr halbes Leben. Wir haben uns bewusst für Rezepte entschieden, die grandios sind, genau weil sie kein Hexenwerk sind, sondern einfach auf tollen Produkten und Kombinationen basieren. Der eine oder andere Tipp wertet das Gericht zusätzlich noch einmal auf. Zum Beispiel die Vorgehensweise beim Anrichten.

KH: Sind die Gerichte aller in Ihrer Zeit in Friedrichsruhe entstanden? Oder sind auch Interpretationen von Gerichten dabei, die Ihnen im Laufe des Lebens mal irgendwo begegnet sind?

BR: Nicht alle Gerichte stammen aus der Friedrichsruhe, einige haben wir sogar extra für das Buch rezeptiert. Aber es sind definitiv alles Gerichte von denen ich überzeugt bin und die mir persönlich auch sehr, sehr gut schmecken!

KH: Finden sich Gerichte aus dem Buch auf der Speisekarte des Le Cerf?

BR: Die Gerichte sind ja zum Nachkochen gedacht. Wenn jeder zuhause mal kurz auf 2-Sterne-Niveau kochen könnte, wäre ich wahrscheinlich arbeitslos (lacht). Aber natürlich finden Sie einzelne Produkte und Kombinationen auf der Speisekarte im Le Cerf. Zum Beispiel den Mäusdorfer Landgockel.

KH: Welches ist Ihr Favorit/Ihre persönliche Lieblingsspeise im Buch ?

BR: Der Mäusdorfer Landgockel im Römertopf ist schon genial. Und die Friedrichsruher Rindertatarstulle schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ein toller „Hingugger“.

KH: Ich bekomme schon Appetit! Vielen Dank und viel Erfolg für Sie und viel Erfolg für Ihr Buch, lieber Herr Rommel.

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